Weizengras

 

Dem Weizengras widme ich einen eigenen Artikel, da es einfach zu viel interessantes über die Pflanze gibt und ich von ihr fasziniert bin! Wie Du von Weizengras profitieren kannst und was alles in dem Wundergras steckt erfährst Du jetzt hier!

Gräser wurden sehr lange (über 2.000 Jahre) vor dem zweiten Weltkrieg von Druiden und Hebammen oft zur Linderung von Beschwerden und der Förderung der Gesundheit eingesetzt, doch mit dem Wachstum der Pharmakonzerne ist das Wissen über diese in Vergessenheit geraten. Heute findet das Weizengras dank seiner beeindruckenden Eigenschaften nach und nach seinen Weg zurück in die Öffentlichkeit.

Was ist Weizengras?

Weizengras ist nicht vergleichbar mit dem Weizenkorn, wessen verarbeitete Form wir heute in so vielen Lebensmitteln finden. Es sind die Keimlinge des Weizenkorns um die es hier geht. Sie enthalten kein Gluten, haben völlig andere Eigenschaften und werden bereits in einem jungen Entwicklungsstadium geerntet, da sie in diesem Moment die höchste Menge an Nährstoffen enthalten.

Sie werden entweder roh verspeist oder als Saft frisch gepresst und getrunken. Es gibt auch schockgefrorene Präparate im Handel, jedoch ist bei solchen Produkten die Qualität nicht transparent und durch den Weiterverarbeitungsprozess gehen wichtige Nährstoffe, insbesondere Vitamine, verloren. Ich würde, bis auf ein paar Ausnahmen, immer einen Eigenanbau empfehlen.

Was bringt mir Weizengras?

Es ist ein toller Gesundheitsbooster, da es sehr viele lebenswichtige Mineralien & Spurenelemente, Vitamine, Proteine, Enzyme und den Hauptbestandteil, Chlorophyll enthält. Diese Kombination hilft dem Organismus zu entsäuern, reinigt das Blut, regt die Zellteilung an und entgiftet den Organismus!

Inhaltsstoffe von Weizengras

Amerikanische Forscher untersuchten 4.700 Grassorten auf ihre Inhaltsstoffe und kamen zu dem Schluss, dass Weizengras zu denen gehört, die die meisten Vitalstoffe enthalten.

Dr. G. E. Earp-Thomas konnte über 100 verschiedene Stoffe ausmachen, die in frischem Weizengras enthalten sind. Seiner Meinung nach, enthält Weizengras fast alle Vitalstoffe, die der menschliche Körper für ein gesundes Leben benötigt!

Eine Analyse zeigt auf, was in 100g frischem Weizengras enthalten ist:

Eiweiß 22,8 g Kohlenhydrate 37,1 g Ballaststoffe 17,1 g Kalorien 286 g

 

Chlorophyll

Chlorophyll ist mit 70% der Hauptbestandteil von Weizengras. Ein sehr hoher Wert im Pflanzenreich.

Im Jahr 1940 wurde in der Ärztezeitschrift „Journal of Surgery“ ein Artikel veröffentlicht, in dem die Autoren Dr. Benjamine Gurskin und Dr. Redpath and Davis Chlorophyll als wichtige und wirkungsvolle Medizin bei vielen Beschwerden bezeichnen.

Sie haben etwa 1.200 Patienten mit teils unterschiedlichen Beschwerden behandelt und kamen zu dem Ergebniss, dass Chlorophyll bei jedem einzelnen Fall zur Heilung oder zumindest zur Besserung der Symptome beitragen konnte.

Chlorophyll ist dem menschlichen roten Blutfarbstoff Hämoglobin nahezu identisch. Der einzige Unterschied besteht bei diesen Molekülen im Zentralatom, welches im Hämoglobin das Eisen ist und im Chlorophyll das Magnesium.

Das Chlorophyll unterstützt den Körper beim Aufbau, der Entgiftung und fördert den Sauerstofftransport in die Zellen. Gleichzeitig reinigt es das Blut, regt die Bildung neuer Blutzellen an und unterstützt den Blutzuckerspiegel. Da es auf den Körper alkalisierend wirkt hilft es den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten.

Lutein

Weizengras enthält viel Lutein, ein Vitalstoff der in größeren Mengen in der Netzhaut gelagert wird und wesentlich zur Gesunderhaltung der Augen beiträgt.

Enzyme

Enzyme sind an vielen biochemischen Prozessen im Organismus beteidigt. Vor allem bei der Aufspaltung von Nährstoffen und der Verdauung. Wie viele Enzyme es gibt und deren gesamte Wirkungsweise ist bisher noch wenig erforscht.

Es ist bekannt, dass durch die westliche Ernährungsweise dem Körper stetig Enzyme entzogen werden. Die Folgen sind schnellere Alterung und Krankheit. Mit frischem Weizengrassaft kann man seinem Körper neue Enzyme zuführen.

Vitamine

Name Abk. Wirkungen (nicht vollständig) Vorkommen (Beispiele) Menge in 100g Weizengras
Retinol A Beeinflussung der Sehkraft, Beeinflussung des Zellwachstums, Erneuerung der Haut Leber, Milchfette, Fisch, als Provitamin in vielen Pflanzen 14,3 mg
Thiamin B1 beeinflusst den Kohlenhydratstoffwechsel, wichtig für die Schilddrüsenfunktion, wichtig für die Nerven Fleisch, Erbsen, Haferflocken 2,9 mg
Riboflavin B2 gegen Migräne, fördert die Merkfähigkeit und Konzentration Fleisch, grünes Blattgemüse, Vollkornprodukte 20,3 mg
Niacin auch Nicotinsäureamid, Nicotinsäure B3 Verwertung von Fetten, Eiweiß und Kohlenhydraten, gut für Haut und Nägel mageres Fleisch, Fisch, Hefe 75,1 mg
Pantothensäure B5 fördert die Wundheilung, verbessert die Abwehrreaktion Leber, Weizenkeime, Gemüse 24 mg
Pyridoxin B6 schützt vor Nervenschädigung, wirkt mit beim Eiweiss-Stoffwechsel Leber, Kiwis, Kartoffeln 12,9 mg
Folsäure auch Pteroylglutaminsäure B11 (B9) verhindert Missbildungen bei Ungeborenen, gut für die Haut Leber, Weizenkeime, Kürbis 10,9 mg
Cobalamin B12 bildet und regeneriert rote Blutkörperchen, appetitfördernd, wichtig für die Nervenfunktion Leber, Fisch, Milch, Lupinen, Algen 0,3 mg
Ascorbinsäure C Schutz vor Infektionen, wirkt als Radikalenfänger, stärkt das Bindegewebe Hagebutten, Acerola-Kirsche, Zitrusfrüchte, Sanddorn, Kiwis, Paprika 314 mg
Cholecalciferol D Förderung der Calciumaufnahme, Stärkung des Immunsystems Wird vom Körper bei UV-Einfluss hergestellt; Fischprodukte; in geringerer Menge in Milch 28,6 mg
Tocopherole E Dienen der Zellerneuerung, hemmen entzündliche Prozesse, stärken das Immunsystem, wirken als Radikalenfänger pflanzliche Öle, in geringerer Menge in Blattgemüse, Vollkornprodukten 34,4 mg

Phyllochinon

Menachinon

Farnochinon

K Erforderlich für die Bildung der Blutgerinnungsfaktoren 2, 7, 9 und 10 sowie deren Gegenspielern Protein S und C. Auch im Knochen wird es für die Synthese von Osteocalcin benötigt. Eier, Leber, Grünkohl 80 mg

 

Mineralstoffe und Spurenelemente

Name Hauptvorkommen Wirksamkeit Mangel Überdosierung Menge in 100g Weizengras
Calcium Milch und Milchprodukte, Grünkohl, Mandeln, härteres Trinkwasser Stabilität von Knochen und Zähnen, Nerven und Muskelzellen, Blutgerinnung, Behandlung von Allergien Osteoporose, Rachitis, Muskelschwäche behindert Aufnahme von Eisen 514 mg
Eisen Fleisch, Kohl, Nüssen, Eigelb, Leber, Hülsenfrüchte, Schwarzwurzel Blutbildung, Sauerstoffversorgung im Blut, Bildung von Hämoglobin Wachstumsstörungen, Muskelschwäche, Blässe, Anämie, Müdigkeit Magen-Darm-Probleme, Bauchkrämpfe, Schock 57 mg
Jod jodiertes Speisesalz, Meeresprodukte, Algen, Seefisch Schilddrüsenfunktion, Regulation des Stoffwechsels und Körpertemperatur Unterfunktion der Schilddrüse, Kropfbildung, Gewichtsschwankungen Schilddrüsenüberfunktion - Fettleibigkeit, Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, Durchfall 2 mg
Kalium Bananen, Pflaumen, Gemüse, Aprikosen, Kartoffeln, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, getrocknete Früche Regulierung des Wasserhaushalt der Zellen, Verwertung der Kohlenhydrate, Proteinaufbau, Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelschwäche Muskelschwäche, gestörte Herztätigkeit, Magenprobleme, Durchfall, Darmlähmung, Pulsunregelmäßigkeiten Magen-Darm-Beschwerden, Kreilaufkollaps, Schweregefühl der Muskeln 3200 mg
Kupfer Bohnen, Pilze, Vollkornprodukte, Kartoffel, Obst, Erbsen Stoffwechsel, Eisentransport, Immunsystem (eher selten)Anämie, Schlafstörungen, erhöhte Cholesterinwerte, Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Atembeschwerden Migräne, Nervosität, Depressionen, Leberstörungen, vorsicht giftig! 57 mg
Magnesium Gemüse, Nüsse, Haferflocken, Getreide, Milch, Bananen, Mineralwasser Energiebereitstellung, Muskeln und Knochen, Vorbeugung Krämpfe, bei Unruhe und Stress, Adrenalinfreisetzung, Enzymaktivierung, senkt Cholesterinspiegel Krämpfe, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Probleme Durchfall, Blähungen, gesteigerte Muskelspannung 103 mg
 Mangan   Bananen, Nüsse, Vollkornprodukte, schwarzer Tee  Stoffwechselprozesse, Produktion Sexualhormone  Störungen im Skelettwachstum und der Fruchtbarkeit  Muskelstarre, Sprachstörungen, Fieber  10 mg
 Natrium   Schinken, Fleisch, Karotten, Spinat, Hartkäse  Regulation Wasserhaushalt, Blutdruck, Aufnahme von Zucker und Aminosäuren  Krämpfe, Kreislaufversagen  Ödeme, Müdigkeit, Schwindel, erhöhter Blutdruck  29 mg
 Phosphor   Kartoffeln, Weizen, Brot, Fleisch, Milch  Energiegewinnung- und verwertung, Erhalt von Knochen und Zähne  Muskelschwäche, Knochenleiden  Zuviel stört den C-Stoffwechsel, Nierenschwäche  514 mg
Selen Fisch, Fleisch, Milch, Eier, Nüsse, Leber Gewebeelastizität, Bestandteil Knochen- und Zahnmasse und Proteinen, Stoffwechsel, bindet freie Radikale Herzmuskelschäden, Darmerkrankungen Chronische Vergiftung ab 30mg täglich, Haarausfall, Leberzirrhose, Durchfall, Hautrötungen 1 mg
Zink Getreide, Leber, Hülsenfrüchte, Innereien, Meeresfrüchte, Milchproduckte Stärkung Immunsystem, Farben sehen, wichtig für Haut und Bindegewebe, Insulinspeicherung Appetitlosigkeit, Haarausfall, Hautschäden Metallgeschmack, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen 5 mg

& 75 weitere Mineralstoffe und Spurenelemente

Weizengras enthält sämtliche wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die der gesunde Körper braucht. Es ist eine hervorragende Quelle für Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink und Selen.

 

Aminosäuren

Weizengras enthält alle lebensnotwendigen Aminosäuren

Alanin 1,4 g
Arginin 1,1 g
Asparaginsäure 2,2 g
Cystein 0,2 g
Glutaminsäure 2,4 g
Glycin 1,2 g
Histidin 0,5 g
Isoleucin 0,9 g
Leucin 1,6 g
Lysin 0,8 g
Methionin 0,4 g
Phenylalanin 1,1 g
Prolin 0,9 g
Threonin 1,1 g
Tryptophan 0,1 g
Tyrosin 0,5 g
Valin 1,3 g

(Quelle: Weizengras, die Kraft im grünen Saft; von Christine Wolfrum; GU Ratgeber Gesundheit)

Weizengras hat einen hohen Proteinanteil, mit einer Zusammensetzung aus allen lebenswichtigen Aminosäuren die unser Körper braucht. Er kann Aminösäuren nicht selbst bilden und muss sie zugeführt bekommen. Fehlen diese, kommt es zu gesundheitlichen Beschwerden.

Gerade Sportler sollten an der Konzentration und Kombination der Aminosäuren im Weizengras interessiert sein.

Anwendungsgebiete

Da Weizengras so viele Vitalstoffe hat die den Körper bei Heilungsprozessen unterstützen, wird es bei vielen Erkrankungen empfohlen. Da ich aber weder Arzt noch Heilpraktiker bin würde ich vorschlagen, dass Du selbst nach diesen suchst und zusammen mit einem Arzt entscheidest ob es für Dich als Therapieergänzung in Frage kommt.

Das mächtige Grün greift in sehr viele Körperprozesse unterstützend ein und ist in meinen Augen ein wunderbares, natürliches Nahrungsergänzungsmittel, welches einige teure Tabletten mit zweifelhafter Wirkung ersetzen kann.

Einnahmeempfehlung für Weizengras-Saft

Weizengrassaft wird mit einem Entsafter gepresst. Dazu eigenen sich meiner Meinung nach stabile Handentsafter am besten.

Anfangsphase: Trinke einmal täglich eine Menge von etwa 20 ml (Schnapsglas). Nach einer Eingewöhnungszeit von drei bis fünf Tagen kannst Du die Menge langsam auf 30 bis zu 100 ml – über den Tag verteilt – steigern.

Die verträgliche Einnahmemenge ist sehr individuell und hängt von mehrere Einflüssen ab. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich einfach auf Dein Körpergefühl verlässt. Tritt Übelkeit auf oder sind die Entgiftungssymptome zu stark, wird die Menge einfach wieder verringert.

Weizengrassaft immer auf nüchternen Magen einnehmen und danach mindestens eine halbe Stunde lang nichts essen. Sonst könnte es zu Übelkeit kommen.

Der Geschmack:
Der Geschmack von Weizengrassaft kann anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Schmeckt es überhaupt nicht, kann der Saft mit anderen Gemüse- oder Obstsäften vermischt werden. Frischer Apfelsaft hat sich bisher immer gut bewährt.

Was wird für die Zucht benötigt?

Behälter:
Für die Zucht von Weizengras brauchst Du mehrere flache Schalen mit Drainagelöchern um Wasserstau zu verhindern. Ich empfehle unser Microgreens Starterset.

Substrat:
Gute biologische Anzuchterde, Humus, Kompost oder auch Kokosfaser eignen sich für die Zucht. Ich versetze das Substrat zusätzlich mit einem Mineralprodukt  um mehr Mineralien und Spurenelemente den Pflanzen zur Verfügung zu stellen.

  • Auf keinen Fall solltest Du Blumenerde oder Baumarkt-Erde verwenden, da diese steril ist und Schadstoffe enthält.

Standort:
Weizengras mag Sonne, deswegen könntest Du es problemlos bei warmen Temperaturen draußen stehen lassen. Allerdings empfehle ich direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, damit das Gras eine süßliche Note behält und nicht zu faserig und bitter schmeckt. Manche meinen durch die Sonneneinstrahlung wird mehr Chlorophyll gebildet, jedoch ist der Geschmack in meinen Augen wichtiger. Denn wenn es nicht schmeckt wird Weizengraskonsum sich kaum als alltägliches Ritual etablieren können. Die optimale Temperatur für Weizengras liegt bei 20-25°C

Saatgut:
Stark keimender Hartweizen, bzw. Sprießkornweizen aus biologischem Anbau. Bald auch bei uns erhältlich.

Zucht:
Weizengras ist einfach zu züchten und Du kannst Dich an unsere Microgreens Zuchtanleitung halten. Du könntest die Schale in der Keimphase zusätzlich bedecken damit kein Licht an die Pflanzen kommt, aber meiner Erfahrung nach ist das nicht wirklich nötig.

Fazit:

Erstmal "sorry" für den langen Artikel. Ich hätte die ganzen Informationen runterbrechen können aber ich denke sie sind es wert mit Dir geteilt zu werden. (Ich habe die ganzen Krankheiten ja schon rausgehalten)

Für mich ist Weizengras ein tolles, natürliches Nahrungsergänzungsmittel. Insbesondere, weil ich nicht immer auf meine Ernährung achten kann und die Kombination aus Chlorophyll, Mineralien, Vitaminen und Aminosäuren fast alles liefert was mein Körper braucht und dabei ziemlich jedes Präparat aus der Apotheke oder großen Shoppingseiten übertrifft.

Die Preis/Leistung würde ich als umwerfend bezeichnen, den Anbau als höchst einsteigerfreundlich.

Ich hoffe mit dem Artikel kann ich auch Dich motivieren Weizengras für sich auszuprobieren und würde mich über Erfahrungsberichte, Kommentare und Fotos freuen. =)

Und wie immer...

-Pavel Filimonov

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