Einfach Microgreens züchten

Microgreens oder auch Keimlinge genannt, sind eine Möglichkeit für urbane Gärtner sich auf kleinstem Raum und selbst im Winter mit schmackhaftem Grün zu versorgen. Während sie im Ausland schon länger als "Superfood" bekannt sind, finden sie den Weg nur langsam zu uns nach Deutschland.

Es gibt sie in grün, orange, pink oder lila und jede Art ist einzigartig in Form, Farbe und Geschmack.

Da sie bereits kurz nachdem die ersten Keimblätter erscheinen geerntet werden können, braucht man nur 1-2 Wochen Zeit für erste Ergebnisse.

Es empfiehlt sich Microgreens ungekocht zu lassen, da sie roh die meisten Nährstoffe enthalten. Sie schmecken gut im Salat, können deinen Smoothie veredeln oder auf Brot mit Frischkäse verspeist werden. Der Fantasie sind in diesem Fall keine Grenzen gesetzt.

Microgreens > Sprossen

Microgreens sollten nicht mit Sprossen verwechselt werden. Sie werden nicht wie Sprossen in der Dunkelheit gekeimt und gespült, sondern wachsen in der Sonne, was ihren Nährwert nochmal steigert. Ausserdem ist das Risiko von Infektionen bei Microgreens deutlich geringer als bei Sprossen. Es soll allerdings auch Vitamine geben, die in der Sprossenphase konzentrierter enthalten sind.

Arten

Microgreens unterscheiden sich nicht von normalem Salat-, Kräuter- und Gemüsesaatgut. Sie werden aber schon als Keimlinge geerntet und haben dadurch besondere Geschmackseigenschaften. Hier findest du die beliebten Microgreensarten und erfährst wie lange sie wachsen und wie sie schmecken.

Anleitung

Vielleicht hast Du das Microgreens Set erworben oder möchtest Microgreens mit dem was Du zur Hand hast züchten. Hier eine einfache Anleitung. Ich habe auch ein Video erstellt die Du hier sehen kannst.

Um Microgreens erfolgreich anzubauen gibt es eine wichtige Frage: Welches Substrat verwende ich?

Einerseits kann normale Komposterde verwendet werden, jedoch ist auch die Verwendung von Kokossubstrat zu empfehlen, da dieses sehr viel Wasser speichert und gleichzeitig gute Belüftungseigenschaften hat. Das Substrat sollte nicht wiederverwendet werden, kann aber als Dünger für andere größere Pflanzen dienen. Ich habe bisher immer gute Erfahrungen damit gemacht.

Wir brauchen:

  • Eine oder mehrere Anzuchtschalen
  • Das Substrat Deiner Wahl (Kokossubstrat oder Anzuchterde)
  • Eine Sprühflasche
  • Saatgut
  • Sauberes Wasser
  • (optional) Mineralien und Mikroorganismen um den jungen Pflanzen einen Nährstoffboost zu geben.

 

Schritt für Schritt:

  • Saubere Zuchtschale mit ca. 2-3 cm Substrat ausfüllen (Kokos vorher einweichen)
  • Samen dicht verstreuen jedoch nicht übereinander liegen lassen
  • Je nachdem ob die Pflanzen licht oder dunkelkeimer sind solltest Du die Samen mit etwas Substrat bedecken oder einfach etwas festdrücken.
  • Mit sauberem Regen- oder Filterwasser gut einsprühen. Wasser aus der Leitung sollte ca. einen Tag stehen gelassen werden und auf Zimmertemperatur sein
  • Mit etwas Frischhaltefolie beziehen solange die Keimphase andauert. Das sorgt dafür, dass mehr Luftfeuchtigkeit entsteht und sich ein gutes Klima zum Keimen ergibt.
  • Sich auf Microgreens freuen und jeden Tag die Feuchtigkeit überprüfen. Viel Substrat spreichert viel Wasser und muss weniger oft befeuchtet werden als eine dünne Substratschicht.
  • Solltest Du unser Microgreens Set mit mehreren Schalen erworben haben, empfehlen wir jeden 3ten Tag eine Schale zu starten, damit du einen stetigen Nachschub an frischen Microgreens hast.

Unbedingt ist auf die richtige Feuchtigkeit zu achten. Wird das Substrat zu nass, kann sich schnell Schimmel entwickeln und genauso schnell können die jungen Pflänzchen vertrocknen, sollte man sie vergessen oder ihnen zu wenig Wasser geben.

Um eine optimale Feuchtigkeit zu halten ohne Staunässe zu bilden, sollte Dein Gefäß Abflussmöglichkeiten haben und es empfiehlt sich zumindest am Anfang eine Sprühflasche zum Befeuchten zu verwenden.

Düngen?

Wie sieht es mit dem Düngen aus? Wie viel? Wann? Und vor allem welchen?
Auch wenn diese Fragen für das Pflanzenwachstum wichtig sind, fallen sie bei Microgreens eigendlich weg.

Sie brauchen keinen Dünger um bis zur Entephase zu wachsen. Wenn Du aber besonders Wert darauf legt die Zucht so Nährstoffreich wie möglich zu gestalten kannst du etwas Mineralien in die Erde untermischen und/oder mit Mikroorganismen wie Pilzen und Bakterien experimentieren. Über die Wirkung von symbiotischen Mikroorganismen auf das Pflanzenwachstum kannst du hier lesen.

Microgreens sind einsteigerfreundlich, schnell, gesund, rund um das Jahr verfügbar und sehr lecker. Probiere es aus!

Dein Pavel Filimonov von Urban-Garden24

 

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