Hydroponik / Hydrokultur

Was ist denn eine Hydrokultur?

Die Hydrokultur, oder auch Hydroponik genannt, verwendet Wasser als Träger von Nährstoffen. Eine Methode die mich bis heute fasziniert!

Als Substrat verwendest Du bei dieser Technik nährstofffreie Steinwolle oder Blähton. Bei kleinen Pflanzen wie Salaten reicht oft auch nur ein kleiner Netztopf aus in dem das Gewächs steht.

Es gibt viele Unterarten der Hydrokultur, da dieses Prinzip auf vielen Wegen umgesetzt werden kann.

  1. Tropfsystem
  2. Ebbe und Flut
  3. Nutrient Film Technique (NFT)
  4. Tiefwasser Kultur
  5. Aeroponik
  6. Stricksystem

 

Bewässerung und pH-Wert

Meistens wird ein NFT Zirkulationssystem verwendet in dem das Wasser, mit Hilfe einer Pumpe, aus einem Tank zu den Pflanzen befördert wird und direkt wieder zurückfließt.

Du kannst entweder Dein eigenes System bauen oder ein fertiges; bewährtes System in unserem Shop bestellen. Diese sind meist innerhalb einer halben Stunde aufgebaut.

Wenn es für Dich auf schnelles Wachstum und üppige Pflanzen ankommt ist die Hydroponik die richtige Wahl. Mit dieser Methode kann die Ernte im Vergleich zur Erde 15-20 % größer ausfallen! Außerdem kann sich die Zeit von der Aussaat bis zur Ernte um bis zu 2 Wochen verkürzen.

 

pH-Wert

Bei einer Hydrokultur liegt der optimale pH-Wert der Nährlösung zwischen 5.5 und 6,5 pH.

Der pH-Wert lässt sich mit Produkten wie „pH up“ (pH+) oder „pH down“ (pH-) korrigieren. Den Wert solltest Du ständig im Auge behalten. Sollte die Nährlösung zu sauer werden kannst Du auch einfach etwas Wasser hinzugeben um den pH Wert anzuheben.

Um den pH-Wert zu messen gibt es spezielle pH-Messgeräte in unserem Shop.

 

Hä? Aber was ist der pH Wert?

Der pH-Wert beschreibt ob das Wasser sauer, basisch oder neutral ist. Wenn dieser Wert stark von der Norm abweicht kann die Pflanze die im Wasser gelösten Nährstoffe nicht richtig aufnehmen und verhungert.

 

Wasseraustausch

Ein hydroponisches System rezirkuliert das Nährwasser und muss nur ca. alle 10 Tage komplett gewechselt werden, deshalb wird weniger Wasser verbraucht als bei anderen Anbaumethoden. Ein weiterer Vorteil der Hydroponik ist die Automatisierung der Bewässerung, diese wirkt sich gerade bei größeren Gärten sehr arbeitssparend aus.

 

Besonderheiten

Die Hydroponik nimmt wegen dem Reservoir und dem Zirkulationssystem mehr Platz ein und hat eine gewisse Lärmbelastung da sie oft eine Pumpe verwendet und das Wasser plätschert. Es gibt aber auch passive Systeme die keine Pumpe benötigen z.B. die Tiefwasserkultur.

Dafür ist die Umpflanzung von der Anzucht in das System meist einfacher und stressfreier für die Pflanze. Sie muss nur einmal umgesetzt werden während bei Topfen 2-3 Umtopfungen für einige Pflanzen erforderlich sind. Ausserdem ist zu beachten, dass ein hydroponisches System bei einem Stromausfall nicht mehr arbeiten kann. Falls diese bei Dir öfter vorkommen, muss ich von einer Hydrokultur abraten.

 

Dünger

Hydroponische Systeme brauchen einen speziell für Hydrokulturen entwickelten Dünger. Dieser ist völlig anders als der für Erde und Du solltest nicht Erddünger in Hydrokulturen verwenden. Es kann nämlich Deine Pflanzen umbringen.

 

Hydroponik (Hydrokultur) zusammengefasst

pro contra
+ schnelles, üppiges Wachstum - braucht viel Aufmerksamkeit
+ große Substratauswahl (Blähton, Steinwolle, Perlit) - Gefahr bei Stromausfall
+ automatisierte Bewässerung - höherer Stromverbrauch

Keep growing!

Von Pavel Filimonov

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