Mikroorganismen

Allgemeines

„Die Bakterien (Bacteria) (Singular das Bakterium, veraltet auch die Bakterie; von griechisch βακτήριον baktērion ‚Stäbchen‘, ugs. auch Bazille) bilden neben den Eukaryoten und Archaeen eine der drei grundlegenden Domänen, in die alle Lebewesen eingeteilt werden.„ (Quelle: Wikipedia)

 

Bakterien sind faszinierend! Sie waren die ersten Lebewesen auf unserem Planeten und sind ein Grundstein des Lebens. Ja, sie machen die Welt in der wir heute leben überhaupt erst möglich! Leider hören wir meistens nur Horrorgeschichten über tödliche Infektionen und verbinden diese kleinen Lebewesen mit einem Ekel.
Doch Bakterien sind überall und erfüllen viele Funktionen in der Natur.

 

Bakterien in Symbiose mit dem Menschen

Jeder Mensch hat 10 mal mehr Bakterien als körpereigene Zellen! Eigentlich unvorstellbar! Unser ganzer Körper ist von ihnen bedeckt, der Mund ist voll von ihnen und selbst die Lunge ist, entgegen früherer Erwartungen der Wissenschaft, nicht steril sondern von vielen Bakterienstämmen besiedelt.

Ständig entdecken wir neue Arten und das oft in unserem eigenen Darm, denn dieser ist komplett in seiner Funktion auf Bakterien angewiesen. Sie helfen die Nährstoffe aus der Nahrung zu lösen und unseren Zellen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig produzieren sie Vitamine und Aminosäuren die entscheidend für viele Körperfunktionen sind. Außerdem schützen uns unsere symbiotischen Bakterien vor feindlichen Infektionen indem sie das Revier auf dem sie leben beschützen.
Solche Bakterienvölker nennt man Mikrobiome.

Bereits bei unserer Geburt stattet uns unsere Mutter mit den ersten Mikrobiomen aus. Ab diesem Moment verfügen wir über einen unsichtbaren Garten, der in und auf uns wächst und gut behandelt werden sollte.

Probiotika, ein Mix von symbiotischen Bakterien für den Darm, ist vielen bekannt; doch ist den meisten nicht bewusst, dass auch unsere Gemüse und Fruchtpflanzen über eine symbiotische Beziehung mit Bakterien verfügen und diese für ein gesundes Wachstum brauchen.

 

Wie die Erbse sich selbst düngt

Sharon Long von der Stanford Universität untersuchte eine symbiotische Beziehung von Hülsenfruchtlern wie Erbsen (mit Rhizobium leguminosarum) und Soja (mit Bradyrhizobium japonicum), die Bakterienstämme in Wurzelwucherungen einschlossen damit diese für sie Stickstoff (Dünger) im Austausch für Energie produzierten. Ein wunderbares Beispiel für die Symbiose von Bakterien und Pflanzen.

 

Hier Teil 1 ihrer Vortragsreihe auf Englisch:


 

Das Mikrobiom meiner Pflanzen mit Mikroorganismen stärken

„Ich dünge meine Pflanzen mit dem besten Dünger! Reicht das etwa nicht?“
Wenn der Dünger die Nahrung für die Pflanzen darstellt, sind die Mikroorganismen das Verdauungs- und Immunsystem. Sie helfen der Pflanze sich vor Schädlingen zu schützen, resistenter gegen feindliche Pilze zu sein und nehmen den Platz ein, den schädliche Bakterien infizieren könnten.

Hier kann man sehen wie ein parasitärer Bakterienstamm eine Pflanze durch ihre Pore infiziert, während in der zweiten Aufnahme die Pore von symbiotischen Mikroorganismen beschützt wird.




Faszinierend!
Doch auch das Wachstum der Pflanze hängt stark von seiner mikrobiologischen Umgebung ab. Bei einem Experiment der College of Natural Sciences durchgeführt von Dr. Ulrich Müller wird deutlich, dass das Mikrobiom für das Wachstum von Pflanzen entscheidend ist. Pflanzen mit denselben Genen werden hier nach ihrem Wachstum selektiert und die besten Mikrobiome an die nächste Generation weitergegeben.

 

Das bessere Wachstum ist möglich, weil die Bakterien der Pflanze helfen die Nährstoffe aus dem Boden verfügbar zu machen oder sie scheiden nützliche Stoffe direkt im Austausch für Nahrung aus. ( Siehe oben bei Hülsenfrüchtlern. )

So können wir mit der Zugabe der richtigen Kleinstlebewesen erreichen, dass unser Gemüse nicht nur nahrhafter ist, sondern auch schneller wächst und eine natürliche Quelle für gute Bakterien für uns Menschen darstellt.

 

Symbiotische Mikroorganismen


Die Verwendung von symbiotischen Mikroorganismen stellt einen völlig anderen Ansatz dar, als heute in der konventionellen Landwirtschaft üblich ist. Die Verwendung von Pestiziden zielt auf eine Sterilisation der Umgebung ab, damit die Pflanze nicht infiziert wird. Die Folgen sind oft Umweltschäden, schlechte Qualität der Lebensmittel und Übersäuerung des Bodens. Symbiotische Mikroorganismen sind eine ökologische Alternative dazu. Sie helfen den Pflanzen ein stärkendes Mikrobiom aufzubauen und sich auf natürliche Weise vor Eindringlingen zu schützen. Außerdem machen sie den Boden lebendig und bauen eine gesunde Flora auf natürliche Weise wieder auf.

 
Weitere Verwendung von symbiotischen Mikroorganismen

Die Einsatzmöglichkeiten der kleinen Helfer sind sehr vielseitig und könnten sogar unsere moderne Hygiene revolutionieren!

Tierhaltung:

In der Tierhaltung verbessern sie die Stallhygiene und das Mikrobiom der Tiere. Infektionen wird der Nährboden genommen, Parasiten kommen weniger häufig vor und die Tiere sind insgesamt glücklicher und haben weniger Stress. Ausserdem wird es als ein Probiotikum den Tieren ins Futter gegeben und verbessert ihre Darmflora.

Reinigung:

Auch die Oberflächenreinigung zu Hause oder im öffentlichen Bereich ist auf natürliche Weise mit Mikroorganismen möglich. Sie verdrängen schädliche Bakterien und schützen die Oberflächen nachhaltig.

Gewässer:

Eine weitere tolle Einsatzmöglichkeit sind verschmutzte Gewässer und Teiche. Spezielle Mikroorganismen reduzieren die Algenbildung und Fäulnissbakterien reinigen das Wasser, machen es wieder klar und helfen bei der Gesundheit der Fische.

Kompost:

Gibt man Mikroorganismen zum Kompost, so wird dieser schneller kompostiert und ist deutlich potenter dank der bakteriellen Artenvielfalt!

Vermehrung der Mikroorganismen

Theoretisch kann man eigene Mikroorganismen vermehren indem man Bakterien aus gesundem Waldboden auf hartgekochten Reis kultiviert. Dies kann allerdings auch schief gehen und es empfiehlt sich ein fertiges; geprüftes Produkt zu verwenden.

 

Fazit

Erst einmal danke, dass Du so weit gelesen hast. Ich hoffe ich konnte Dir einen Einblick in das große Thema der Mikrobiome und Mikroorganismen geben und Dich dafür etwas begeistern. Ich finde dieses Thema sehr spannend und bin mir sicher, dass die Forschung auf diesem Gebiet uns in den nächsten Jahren noch viele interessante Erkenntnisse und Einsatzmöglichkeiten bringen wird.

Ich hoffe, dass in Zukunft sowohl die Industrie als auch die urbanen Gärtner die Vorteile dieser organischen, natürlichen, gesunden und chemiefreien Methode anerkennen und verwenden. Hier findest Du die bei uns angebotenen Enzyme & Mikroorganismen für die Pflanzenzucht.

 

- Pavel Filimonov

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